Operation Edelstein – eine Ausstellung von und mit Johannes Gehrke

12.08.2021

OPERATION EDELSTEIN verlängert!

Laufzeit jetzt bis zum 31.10.2021

Jahrzehnte verborgen eingelagert und nun als Schatz gehoben

OPERATION EDELSTEIN – EIN MENSCH EIN RAUM

erzählt eine von Johannes Gehrke seit 1986 entwickelte Geschichte, die Skulpturen, Zeichnungen, Malerei und Performance umfasst und ERSTMALS in ihrer Vollständigkeit über den Zeitraum der Ausstellung live erlebbar ist. Eine von der Kulturstiftung NRW geförderte Filmdokumentation wird darüber hinaus die fortdauernde Präsenz des außergewöhnlichen Kunstprojekts gewährleisten.

Ausstellungsdauer:
Start 14. September, Laufzeit bis 31. Oktober 2021
geöffnet – nach GGG Regeln – bei telefonischer Anmeldung
und an folgenden Tagen:
Mi. – Sa. 29.9. – 1.10. von 16 – 21 Uhr
Mi. Sa. 6. – 9. 10. von 15 – 20 Uhr
Mi. – Sa. 13. – 16. 10. von 15 – 20 Uhr
Sonntag 17.10. 14 – 18 Uhr
Mi – Sa. 20. – 23.10. 15 – 20 Uhr
Mi. – Sa. 27. – 30.10. 15 – 20 Uhr
Sonntag 31.10. 14 – 18 Uhr

Finissage 29.10. 18 Uhr
Operation Edelstein, Johannes Gehrke präsentiert!

Ort:
GlückHaania, Tor 1, Düsseldorfer Strasse 102, Haan

Kontakt:
Dr. Elke Backes, Tel. 0172-2670347, E-Mail: kontakt@elke-backes.de
Kai Brückner: Tel. 0177-4576602, E-Mail: info@einsvonelf.de

Worum geht’s? Die Story in Kürze…

Vor diesem Hintergrund schreibt und zeichnet Johannes Gehrke seine visionäre Erzählung.
Blinde Fortschrittsgläubigkeit lässt eine geheime Vereinigung das Genexperiment unter dem Codewort OPERATION EDELSTEIN ins Leben rufen.
Ziel ist der Glückskäfer, ein Insekt, dass der von natürlichen und politischen Katastrophen gebeutelten Menschheit pures Glück bereiten soll – ‚wider das Unschöne‘, wie es heißt.
Wie so manches auf der Welt, so geht auch dieses Experiment schief und es entsteht eine Mutante mit der lateinischen Abkürzung P.I.M.S., die sich pandemisch verbreitet, alle Kreativität und alle Farbe auf Erden vernichtet.
Die Menschheit ist auf die Probe gestellt und ein Teil entschließt sich, in einer globalen und epochalen Vereinigung, seine Rettung im All zu suchen. Per Rakete und Raumstation verlässt man den Planeten, was organisiert werden will.
Wie nicht anders zu erwarten, scheitert dieser Versuch an den lernunwilligen Menschen, die einen deutlichen Hinweis des Narren, man möge den P.I.M.S. mit freundlicher Zuneigung begegnen, überhört.
Stattdessen führen Machbestreben, Starrsinnigkeit und Vergnügungssucht wie immer schon in der Menschheitsgeschichte, so auch jetzt zum Chaos.
Surreal geht es weiter und so wird ein moralgetriebener Aussteiger durch die Turbulenzen der Geschehnisse zurück an den Ausgangsort der Erzählung gespült. Dort sind die P.I.M.S. inzwischen Teil des allgemeinen Geschichtsbildes, gewissermaßen schon Nachrichten von gestern.
Doch gibt es heute einen Park an diesem Ort, hinter einem Fantasiegebäude mit Namen ‚Villa Eudermonia‘. Dort begrüßt die Figurine, eine Mischung aus Miss Liberty, Justitia und Marilyn Monroe fantasiebegabte Menschen zu deren Höhenflügen in Ballons.

Der Rest ist staunen!

Johannes Gehrke hat diese Erzählung in atemberaubend schönen Zeichnungen auf 22 Blättern geschrieben und gezeichnet. Die Mappe mit dem Titel OPERATION EDELSTEIN – Ein Mensch Ein Raum ist das zentrale Element des gesamten Werkkomplexes. Über einen Zeitraum von 35 Jahren sind darüber hinaus zahlreiche ‚gebaute Bilder‘, Skulpturen, Gemälde und die Vorstellung einer idealen Installation entstanden. Bis zu der Ausstellung in der Halle TOR 1 auf GLÜCKHAANIA war die Präsentation der allermeisten Arbeiten dieses Komplexes allein eine Vision im Kopf des Künstlers.

 

Zur Mappe OPERATION EDELSTEIN

Die Ausstellung TOR 1 GLÜCKHAANIA

Öffnet sich heute, im August 2021 das Tor 1, betritt man einen magischen Ort. Begrüßt wird man vom Künstler in doppelter Ausführung: einmal vom Menschen Gehrke, in einer Rolle seiner Aufführung und andererseits von der Skulptur ‚Fiff und Rowenta‘, einem skulpturalen Autoportrait als Symbol für die freie Kunst in einer Mischung aus Cyborg und mutigem Don Quijote.
Der erste Blick schweift durch die Halle, wird von einem farbigen Konzert aus bunten Lichtern und Geräuschen in ein All-Over-Erlebnis getaucht. In der Ferne, unter der Decke und in unmittelbarer Nähe blinkt, funkelt und klappert es. Der Weg führt in diesen Ort, nicht an ihm vorbei. Man ist Teil.

Neben ein paar Elementen aus der bekannten Welt, etwa einem Schrebergartenzaun, einem Straßenschild oder Gaslaternen ist man aus allen Richtungen von Gehrkes Kunstgeschöpfen umgeben. Manches mehr, manches weniger fremd, überall Licht, das alles verbindende Element. Die Aufmerksamkeit wird unaufhörlich gefesselt. Sensation von Begin an. Sprachlos schwenkt der Fokus vom großen Ganzen zu den Figuren und weiter zu den unendlich vielen kleinen Details. Jedes gestaltet, jedes bedeutsam und im Kleinsten immer auch irgendwie mit dem großen Überbau, der Geschichte verbunden.

Hier könnte jetzt noch einen Absatz zu den vielen Verknüpfungen von OPERATION EDESTEIN – Ein Mensch Ein Raum mit dem Leben Gehrkes, insbesondere als Künstler in Düsseldorf folgen. Doch darum geht es nicht. Jeder, der diese Ausstellung betritt, wird zweifellos unzählige Anknüpfungspunkte zu seiner eigenen Erlebniswelt finden. Insofern Wir Teil unserer Zeit sind und unsere Geschichte immer dabei haben, ist Gehrkes Kunst jetzt Teil unserer Welt und wird es sicher bleiben.

Initiator und Produzent: Kai Brückner https://www.einsvonelf.de/

Kommunikation + PR: Dr. Elke Backes https://atelierbesuche.com/

Unterstützung durch: Coinel GmbH https://www.glueckhaania.de

Film: Christian Stoll https://www.pantryproduction.com

Johannes Gehrke

Ein autonomer Kämpfer für die Freiheit der Kunst

Stets die Vision der großen Gesamtpräsentation vor Augen, agierte Johannes Gehrke über den gesamten Zeitraum der Entstehung unabhängig vom Kunstmarkt. Keines der Werke stand je zum Verkauf bereit. Als logische Konsequenz erfolgt deshalb diese erste Präsentation unter unabhängigen Produktionsbedingungen.

Gehrke studierte von 1979 – 1987 FREIE KUNST an der Kunstakademie Düsseldorf
bei den Professoren Kimme, Cragg, Klapheck, Konerding und Rissa. Er ist Meisterschüler von Rissa.

Die 80er:

Erdacht hat der Künstler das Story Board zu OPERATION EDELSTEIN in den 80er Jahren.
Ein Jahrzehnt, geprägt von einer heftigen Diskussion um ethische und moralische Standpunkte und darum, wohin der technische Fortschritt die Menschheit tragen könne und dürfe.

Ein paar Stichworte wecken die Erinnerung an Schlagzeilen dieser Zeit:
Das Insulin und die Krebsmaus, praktizierte Gentechnik.
Der AIDS Virus überschwemmt die Welt.
Tschernobyl zeigt die zerstörerische Kraft der Nukleartechnik.
Die Grünen Partei zieht in den Deutschen Bundestag.
Der Eiserne Vorhang und die Berliner Mauer fallen, Gorbatschow leitet die Perestroika ein.
Gleichzeitig entbrennt der Golfkrieg.
Äthopien leidet Hunger und plötzlich spendet die ganze Welt.
Die Challenger Katastrophe stellt die gesamte Raumfahrt in Frage.

Zwischen Fiktion und Wirklichkeit

Eine ganz kurze Fassung

In einer Verschmelzung aus realen Geschehnissen und künstlerischer Gedankenwelt schildert OPERATION EDELSTEIN – EIN MENSCH EIN RAUM die Geschichte eines missglücktes Gen-Experiments.  Ein Glückskäfer, der die Welt durch dessen Verbreitung mit allem erdenklich Guten überschwemmen sollte, mutiert und gelangt ins Freie. Im Ergebnis entstehen Ungetüme – nach dem wissenschaftlichen Begriff kurz P.I.M.S. genannt – die in aggressiver Angriffslaune die Weltordnung auf den Kopf stellen. Die humorig erzählte Geschichte enthält zahlreiche Anspielungen auf den Größenwahn, den Planeten Erde sowie das gesamte Universum beherrschen zu können.


Gehrke ahnt schon in den 80ern die Folgen dieser menschlichen Hybris und erzählt vom Leben im All, Pandemie und natürlich Gentechnologie. All das führt in den sicheren Untergang, ja wäre da nicht die Kunst als Sinnbild für Kreativität und Fantasie, die ein Fenster in eine lebenswerte Zukunft auf Erden aufstößt und sich als Garant für die Freiheit des Menschen anbietet.